Kirsten und Frank berichten aus Kenia
In diesem Jahr haben wir uns etwas ganz Besonderes für die Kinder ausgedacht. Da wir diesmal etwas länger vor Ort waren, hatten wir viel Zeit – und die wurde natürlich kreativ genutzt! Es entstanden unzählige Shaker und Rasseln in allen möglichen Formen, Farben und Varianten. Kurz gesagt: eine kleine Rassel-Fabrik mit Meerblick.
Aus Erfahrung wissen wir: Gib einem kenianischen Kind eine Rassel oder eine Trommel – und zack! Schon wird getanzt, gesungen und gestrahlt. Genau das wollten wir ausnutzen.
Als Warm-up bekam die erste Kindergruppe Sonnenbrillen. Die kommen immer gut an und werden auf sehr kreative Weise genutzt (nicht immer so, wie wir es geplant hatten ).
Sport steht in Kenia ganz oben auf dem Stundenplan. Deshalb gab es wieder viele neue Sportgeräte: Springseile, Tauzieh-Seile und noch einiges mehr – alles persönliche Spenden meiner Freundin Ingrid. Ehrlich gesagt: So viel Bewegung und Lebensfreude würden wir uns auch bei uns in Deutschland wünschen. So viel Spaß hatten wir schon lange nicht mehr gesehen!
Danach ging es ins Wasser. Bei den Kleinsten war gerade Ebbe – ein echter Vorteil für uns Betreuer. Und ich wurde von den Kindern mit so viel Liebe und Dankbarkeit überschüttet, wie ich es in all den Besuchen zuvor noch nie erlebt habe.
Nach dem Baden, ein paar sportlichen Übungen und viel Gelächter war Essen angesagt. Dank meiner Freundin Christine gab es wieder reichlich Pilao, Bananen und Saft – Dinge, die sich eine kenianische Familie sonst kaum leisten kann. Bonbons durften natürlich auch nicht fehlen, und wie ordentlich die „Lütten“ in der Reihe standen – da hätten sich manche Erwachsene eine Scheibe abschneiden können.
In der zweiten Gruppe waren die Sonnenbrillen dann leider schon weg (70 Stück hatte ich dabei – und trotzdem zu wenig, denn es waren wieder mehr Kinder da als angekündigt). Aber kein Problem! Dafür gab es Luftballons zum Baden. Besonders die größeren Kinder waren begeistert, denn Badespaß ist für Kinder aus dem Inland etwas ganz Besonderes.
Nach dem Essen kamen dann endlich unsere Instrumente zum Einsatz. Dieses Mal waren wir am Diani Beach direkt neben einer Beachbar, die dem kenianischen Musiker und Waisenhausgründer Kim4Love gehört. So bekamen wir musikalische Unterstützung – und der Lebensfreude waren endgültig keine Grenzen mehr gesetzt.
In der zweiten Gruppe waren auch etwas ältere Kinder dabei, die sich rührend um die Kleineren kümmerten. Ein Traum! Und dieser wurde durch den „Dramalehrer“ noch perfekt abgerundet. Er – und auch die anderen Lehrer und Erzieher – hatten mindestens genauso viel Spaß wie die Kinder.
Die Instrumente haben wir dagelassen, in der Hoffnung, dass die Kinder auch in der Schule weiter musikalisch gefördert werden.
Kim war so begeistert, dass er uns sogar angeboten hat, beim Sommerfest in Berlin zu spielen. Wir würden uns riesig freuen! Und ich werde versuchen, trotz der Arbeit in der Pension, auch einmal dabei zu sein.
Das wäre mein Traum.
Kirsten
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